Hoch hinaus

Wir gehen immer weiter hoch hinaus
Immer, immer weiter hoch hinaus

 

Diese Zeilen hört man zurzeit häufig, wenn man das Radio anschaltet. Doch wir Rangers sind ja keine Stubenhocker und lauschen nicht den ganzen Tag dem Radio, sondern sind gern draußen unterwegs. So auch zu unserer diesjährigen Nachtwanderung, die uns am 16. November nach Hetzdorf im schönen Flöhatal führte. Und hier ging es auch für uns HOCH HINAUS, denn das war das Motto dieses besonderen Stammtreffs, was sich an vielen Stellen zeigte. Besonders war in diesem Jahr außerdem, dass der Stammposten 138 Chemnitz 1 sich an dieser Aktion beteiligte.

 

Los ging es schon am frühen Nachmittag am Hauptbahnhof in Chemnitz: Knapp 60 Rangers trafen nach und nach ein, bevor es kurze Zeit später dann auch schon mit dem Zug los ging Richtung Erzgebirge. Große Aufregung und Vorfreude lag in der Luft: Was wir wohl dieses Mal so machen? Und am allerwichtigsten: Wann gibt es endlich etwas zu essen? Doch bis dahin sollten wir noch einige Abenteuer erleben…

Angekommen in Hetzdorf erklommen wir den ersten Berg, um zum alten Viadukt zu gelangen. Auf einer kleinen Lichtung direkt vor der Brücke hatten wir zusammen als die beiden Chemnitzer Stämme eine gemeinsame Stammrunde mit Teamabnahme, Liedern und wichtigen Ansagen für die Wanderung. Danach ging es für die verschiedenen Teams – mit einigen Aufgaben im Gepäck – auf die andere Seite des Viadukts. Unter anderem sollte geschätzt werden, wie lang & hoch das Bauwerk ist und Entfernungen zu einigen markanten Punkten überschlagen werden.

 

Mithilfe einer Marschzahl wurde nun der richtige Weg gefunden, der uns zur Hetzdorfer Bastei führte, wo ein phänomenaler Ausblick, eine kurze Andacht von Bernard, eine Kekspause und ein wunderschöner Sonnenuntergang auf uns wartete. Danach stand den Rangern noch eine besondere Aufgabe bevor: In zehn Gruppen aufgeteilt sollte in 15 Minuten ein möglichst hoher Turm gebaut werden, der komplett aus Naturmaterialien bestand. So waren einige sehr gewagte Konstruktionen entstanden und das Siegerteam konnte gekürt werden!

 

Mit der Zeit wurde es auch immer dunkler, sodass nun die „eigentliche“ Nachtwanderung starten konnte. Zunächst unterstützt durch ein Kroki, dann geführt von Chris ging es – auf teils abenteuerlichen Wegen – wieder hinab ins Flöhatal. Bäume auf dem Weg, Felsen und teils steile Abschnitte sorgten dafür, dass sich manche Kinder nun „wie Bergsteiger“ fühlten. Ein besonderes Highlight: Auf einem geraden Stück Weg wurde allein ohne Licht gelaufen – echt aufregend! Ansonsten sorgten viele Taschenlampen und selbst gebaute Laternen und Fackeln – die Teams der Marienkäfer, Erdmännchen und Schlauen Bären hatten im Vorfeld fleißig gebastelt – dafür, dass der Weg gut ausgeleuchtet wurde.

 

Viele Schritte und einige Mutproben weiter erreichten wir gegen 18 Uhr eine Wiese in der Nähe des Bahnhofs, wo Philipp mit Feuer und leckerem Essen auf uns wartete. Und danach ging es – etwas überstürzt – für die Forscher und Kundschafter schon wieder zurück nach Chemnitz. Für alle Größeren gab es noch ein spannendes Nachtgeländespiel.

 

 

von Samuel H.