Allein in der Dunkelheit?

Nachtwanderung-Spezial: In diesem Jahr ist durch den Corona-Virus bekanntlich vieles anders. So auch unsere traditionelle Nachtwanderung im November. Anstatt gemeinsam zogen die Rangers dieses Mal nur allein in ihren Familien los, um den Zeisigwald bei Nacht zu erkunden. Am Nachmittag und Abend des 21. November war es so weit: Viele unserer „Ranger-Familien“ erlebten spannende Abenteuer, suchten nach dem Weg und absolvierten vielfältige Stationen.

 

Nach einer kurzen Einweisung  ging es über schwierige Wege mit steilen Hängen zur ersten Station. Und dort staunte so mancher nicht schlecht, als er mitten im Wald auf einen waschechten „Laber-Saurus“ traf. Diesen galt es auszutricksen, um an leckere Süßigkeiten zu gelangen. Ein Stück weiter wartete Hanna mit ihrer Station. Hier musste man rohe Eier auf Löffeln durch ein Stück dunklen Wald unfallfrei transportieren. Zwei, drei Kreuzungen danach konnten man sich per QR-Code die Andacht von Anni auf dem Smartphone anschauen. Nun galt es eine besondere Herausforderung zu meistern: Der nächste Wegabschnitt bis zum See sollte ganz ohne Licht gelaufen werden. Es ist wirklich interessant, wie schnell sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen! Dort sollte nach dem „Herrn des Sees“ Ausschau gehalten werden. Dieser war nur durch lautes Rufen über den See zu erreichen und sagte den Teilnehmern erst, wo es weiter ging, nach dem sie ein Rätsel gelöst hatten. In der richtigen Richtung erreichten die Familien schon bald die nächste Station, wo es um die Themen „Himmelsrichtungen“ und „Waldläuferzeichen“ ging. Die Strecke führte danach auf einen kleinen Pfad, der wiederum zu Carmen und ihrer Station „Tierlaute“. Neben den Geräuschen, die man jeweils einem Tier zuordnen sollte, gab es hier noch viele geheimnisvolle, leuchtende Augen in der Nacht zu erblicken. Kurz vor dem Ziel waren noch kleine Darbietungen zu bestaunen: Hier konnten sich die Familienmitglieder an der letzten Station jeweils untereinander Tiere als Schattenrätsel darstellen und erraten. Am Ende verabschiedete Stammleiter Ralf die vielen Teilnehmer wieder auf ihren Heimweg und überreichte jedem Kind noch einen kleinen Preis.

 

Eines dürfte an diesem Abend jedem klar geworden sein: Wir sind nicht allein! Selbst im dunklen Wald sind viele Tiere unterwegs, die Sterne und der Mond strahlen am Firmament und die Familie war ja auch mit dabei. Und wenn wir uns einsam fühlen, wissen wir: Gott ist immer da und lässt uns nicht im Stich – mag es dunkel sein, wie es will!

Input von Anni zum Nach-Schauen:

 

 

von Samuel H.